Menü Schließen

Gemeinsame Funkübung im gesamten Gemeindegebiet

Am gestrigen Donnerstagabend stand die Monatsübung für Mai auf dem Programm: Für all diese Übungen lassen sich die Übungsleiter der FF Preding dabei Szenarien einfallen, die im Einsatzfalle mit einiger Wahrscheinlichkeit auf die Kameradinnen und Kameraden zukommen.

Gestern stand ein Thema auf dem Programm, das sogar in jedem Einsatz ganz sicher gebraucht wird: Der richtige Umgang mit dem Funkgerät. Seit 2003 wurde in Österreich das zuvor analoge Funksystem schrittweise auf ein digitales Funk- und Datenübertragungssystem umgestellt: Der neue „Blaulichtfunk“ – im Fachjargon „BOS“ (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) genannt – sollte vor allem die Kommunikation zwischen Einsatzkräften und Behörden erleichtern. In der Steiermark können die Feuerwehren nun seit rund 10 Jahren auf den Digitalfunk zurückgreifen. Durch das digitale Übertragungssystem ist es nun im Einsatzfall leichter, mit anderen Organisationen – beispielsweise mit dem im Anflug befindlichen Rettungshubschrauber – zu funken. Das ist ein entscheidender Vorteil, doch erfordert es von allen „Funkern“ auch erhöhte Disziplin und mehr Wissen: Einfach so irgendwie funken, das sorgt schnell für Turbulenzen im digitalen Funk-Äther. 

In welcher Funkgruppe (man könnte das auch „Kanal“ oder „Frequenz“ nennen) muss ich sein, damit mich mein gewünschtes Gegenüber überhaupt hören kann? Wie spreche ich die Leitstelle richtig an? Wann habe ich Sendepause? Was tun, wenn Funksprüche unvollständig übermittelt wurden? Und überhaupt: Welche Informationen teile ich am Funk?

All diese Fragen beschäftigten gestern auch die insgesamt 17 Kameradinnen und Kameraden der FF Preding und auch der FF Wieselsdorf, die erfreulicherweise unserer Einladung zur gemeinsamen Übung neuerlich nachgekommen ist. Alle Fahrzeuge der FF Preding sind mit eigenen Funkgeräten ausgestattet, und so teilten die Übungsleiter OBI d.F. René Wernegg und LM d.F. Martin Sundl die Teilnehmer:innen auf unsere vier Fahrzeuge auf. Aufgabe der Übungsteilnehmer:innen war es sodann, gewisse Einsatzszenarien als Trupp abzuarbeiten. Die Aufgaben befanden sich örtlich verteilt im gesamten Gemeindegebiet, sodass die Übung auch dafür genutzt werden konnte, Anfahrtswege und Orte in Erinnerung zu rufen. An den „Einsatzorten“ angekommen, war es Aufgabe der Trupps, die jeweils zuvor übers Handy erhaltenen „Einsatzszenarien“ per Funk mit der Leitstelle „Rüsthaus Preding“ abzuarbeiten. Der Fokus stand dabei auf einem klaren, vollständigen Informationstransfer. So wurde nicht nur geübt, wer wann sprechen darf, sondern auch ein besonderes Augenmerk darauf gelegt, welche Informationen wichtig sind und dass insbesondere die sogenannte „Einsatzsofortmeldung“ vollständig übermittelt wird. 

Bei der Einsatzsofortmeldung handelt es sich um eine zentrale Aufgabe der erstankommenden Feuerwehr bei einem Einsatz: Der Gruppenkommandant der ersten Feuerwehr am Einsatzort hat die Aufgabe, zunächst die Lage zu erkunden und dann der Einsatzleitstelle bekannt zu geben, ob sich die Lage mit den Angaben des Notrufes deckt, welche Einsatzkräfte bereits vor Ort sind, ob weitere Einsatzkräfte benötigt werden und dergleichen mehr. Diese Aufgabe kann im Einsatzfall praktisch jeden Kameraden, jede Kameradin der FF Preding treffen – und darum ist es auch zentral, dies zu beherrschen.

Um die Kommunikation zu üben, haben sich die Übungsleiter aber auch ein besonderes „Trockentraining“ ausgedacht: Mittels Funkgeräten mussten je zwei Trupps gemeinsam „Lego bauen“: Ein Trupp bekam ein fertiges Lego-Modell, die Aufgabe war, über Funk die Informationen so detailliert und klar an den anderen Trupp, der in einem anderen Raum saß, weiterzugeben, sodass der andere Trupp das gleiche Modell nachbauen kann. Eine Aufgabe, die schnell zeigte, dass Kommunikation auch rasch zu Fehlinterpretationen führen kann.

Nach mehr als zwei Stunden Übungszeit gab es noch eine wertvolle Nachbesprechung, bei der von allen Kameradinnen und Kameraden vor allem auch der Übungsleitung für das interessante Szenario und die Ausarbeitung der Übung gedankt wurde. Martin und René haben, unterstützt von LM d.F. Fabian Waltl, in die Vorbereitung der Übung fast zwei ganze Tage investiert – herzlichen Dank dafür! 

Übrigens: Die FF Preding sucht Menschen, die sich ebenfalls in den Dienst der Allgemeinheit stellen und sich in der Feuerwehr weiterbilden wollen. Wenn dich unsere Inhalte interessieren, melde dich bei uns (hier findest du unseren Kontakt!): Wir suchen dich!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert