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Fordernde Übung zum Jahresabschluss

Übung für den Ernstfall: Das ist das tägliche Brot der Freiwilligen Feuerwehren. Um gerüstet zu sein, wenn es in den Einsatz geht, üben die Predinger Feuerwehrleute regelmäßig und intensiv. So auch gestern bei der abschließenden Übung dieses Jahres.

Als Szenario haben sich die Übungsleiter OBI d.F. René Wernegg und LM d.F. Martin Sundl einen Verkehrsunfall mit speziellen Szenarien überlegt: Auf der Bahnbegleitstraße nahe der neuen Koralmbahntrasse war ein Traktor mit einem Pkw kollidiert. Auch ein Radfahrer wurde dabei schwer verletzt. Der Pkw landete zudem im Straßengraben, die beiden Insassen waren nicht nur schwer verletzt, sondern auch bewusstlos und im Fahrzeug eingeklemmt. Der Traktor verlor durch den Zusammenstoß eine gefährliche Flüssigkeit. Der Traktorlenker störte mit seiner erheblichen Alkoholisierung den Einsatz – und eine weitere am Unfall beteiligte und verletzte Person flüchtete vom Unfallort in den nahe gelegenen Wald, wie ein Zeuge zu berichten wusste.

Ganz schön viel für einen Einsatz – und so musste die Einsatzleitung zunächst einmal priorisieren und die Fahrzeugbesatzungen entsprechend mit Aufträgen versorgen. Die FF Wieselsdorf, die über das gesamte Jahr hinweg verlässlich an unseren Übungen teilgenommen hat, begann sogleich mit der Suche nach der vermissten Person, fand diese nach kurzer Zeit nahe der Laßnitz im Unterholz und rettete den Verletzen mittels Spineboard (einer Rettungstrage).

Der verletzte Radfahrer wurde währenddessen von zwei weiteren Personen erstversorgt und mit schweren Verletzungen aus einem tiefen Graben geborgen.

Als größte Herausforderung stellte sich aber natürlich die Rettung der beiden bewusstlosen Personen im Pkw dar. Zunächst musste die Umgebung belüftet werden, da die austretende Flüssigkeit ein giftiges, nicht sichtbares Gas erzeugte und sich dieses in der Geländesenke sammelte. Als die Belüftung eingerichtet war, konnte mit der Rettung der Personen gestartet werden. Dies erforderte den Einsatz des hydraulischen Rettungsgeräts – Schere und Spreizer. Nach rund einer Stunde Arbeit, während dieser die Verletzten im Auto von einem Feuerwehrmann betreut wurden, der über die Heckklappe ins Fahrzeug gelangte, konnten beide Personen aus dem Fahrzeug gerettet und fiktiv dem Roten Kreuz übergeben werden.

Die anschließende Nachbesprechung zeigte den Erfolg der Übung: Das Zusammenspiel der eingesetzten rund 25 Kameradinnen und Kameraden funktionierte trotz der Vielzahl an Aufgaben sehr gut, gleichzeitig konnten Bereiche für Verbesserungen identifiziert werden. Das alles wurde bei einem köstlichen Gulasch, über den Tag zubereitet von HBM Wolfgang Waltl und EBM Josef Tilzer, bis in die Abendstunden besprochen – denn auch das soziale Zusammenleben ist für das Funktionieren einer Feuerwehr von entscheidender Bedeutung!

Ein herzlicher Dank an alle mitwirkenden Kameradinnen und Kameraden!

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