Die Technik entwickelt sich weiter, auch im Feuerwehrwesen. Ende Jänner 2026 hat die FF Preding ihre neue Drohne übernommen, und natürlich liegt derzeit ein großer Fokus darauf, die neuen Funktionalitäten und technischen Neuerungen im Vergleich zu unserem Vorgängermodell auszutesten. 2021 wurde unsere erste Drohne in Dienst gestellt, die FF Preding war damit in der Region die erste Feuerwehr, die sich an das Thema herangewagt hat.
Das neue Modell bringt insbesondere in der Begutachtung einer Lage aus der Vogelperspektive viele neue, sehr nützliche Möglichkeiten. So wird beispielsweise das Bild der Kamera durch eine integrierte Künstliche Intelligenz (KI) bereits ausgewertet: Personen, Fahrzeuge und Gebäude werden markiert und man erhält rasch eine sehr genaue Schätzung, wie viele Personen beispielsweise in einem Areal zu sehen bzw. anwesend sind. Das ist gerade bei Großschadensereignissen wie Gebäudebränden eine sehr wichtige Information.
Genau so ein Großschadensereignis übten unsere Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehren im Gemeindegebiet von Groß St. Florian am Freitagabend in Kraubath. Dort wurde angenommen, dass ein Wirtschaftsgebäude in Brand geraten war und Personen in Panik in den Wald gelaufen waren. Unser Drohnenteam war zu dieser Übung ebenfalls eingeladen, diese haben wir sehr gerne angenommen!
Die Aufgabe für die FF Preding bestand somit darin, Informationen zum Brandobjekt aus der Luft zu liefern sowie in weiterer Folge bei der Suche nach den vermissten Personen zu helfen. Schon bei unserem Brandeinsatz in Preding am Ostersonntag konnten das Drohnenteam zeigen, wie wertvoll diese Perspektive für die Einsatzleitung ist, die gefahrlos die Lage besser erkunden und einschätzen kann! Auch die Übungsleitung in Kraubath zeigte sich sehr interessiert an den Bildern. In weiterer Folge kam auch die Infrarotkamera der Drohne in der Personensuche zum Einsatz. Auch in diesem Einsatzfeld zeigt die neue Drohne große Verbesserungen, so können etwa Flächen automatisiert und mit KI-Unterstützung abgesucht werden, wo beispielsweise ein Alarm eingestellt werden kann, wenn die Drohne einen Punkt entdeckt, der eine gewisse Oberflächentemperatur aufweist. Dies ist vor allem bei der Suche auf größeren Flächen, aber auch in Feldern und Wiesen mit hohem Gras sehr nützlich.
Unsere Drohne ist mittlerweile auf einem Rollcontainer vorbereitet, sodass sie binnen Minuten am Einsatzort in Betrieb genommen werden kann. Auf dem Container ist neben einem leistungsfähigen Akku-Pack zum Aufladen der Drohnenakkus beispielsweise auch ein Fernseher montiert, auf dem die Einsatzleitung das Bild der Drohne live sehen kann. Der Container wird im Bedarfsfall auf das Mehrzweckfahrzeug der FF Preding verladen.
Nach rund 90 Minuten Übungszeit nahmen sich unsere Kameradinnen und Kameraden im Anschluss auch noch Zeit, den interessierten Übungsteilnehmern die Drohne und ihre Funktionalitäten genauer zu demonstrieren – darunter Bereichskommandant-Stellvertreter BR Wolfgang Fellner, der Kommandant des Abschnittes 06 – Unteres Stainztal, ABI Markus Ruhhütl und sein Vorgänger, EABI Anton Primus, der Kommandant des Abschnittes 03 – Laßnitztal, ABI Ernst Grössbauer und der Bürgermeister der Marktgemeinde Groß St. Florian, Johann Posch.
Die FF Preding bedankt sich für die Einladung zur Übung!