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Übung: Menschenrettung von und aus Fahrzeugen

Wer im Ernstfall handlungsfähig sein will, muss auf den Ernstfall bestmöglich vorbereitet sein. Deshalb übt die Feuerwehr Preding regelmäßig die wichtigsten Szenarien, um allzeit bereit zu sein, der Bevölkerung von Preding zu helfen.

Besonders wichtig ist dies, wenn es um die Rettung von Menschenleben geht. Genau dieses Szenario stand bei der Monatsübung Oktober der FF Preding auf dem Programm: Unsere beiden Sanitäterinnen LM d.S. Bernadette WERNEGG und LM d.S. Evelin KROPF haben sich dafür realistische und herausfordernde Umstände ausgedacht und mithilfe unserer Feuerwehrjugend (als Schauspieler und „Übungsobjekte“) umgesetzt.

So galt es zunächst, den bewusstlosen Lenker eines Lkw nach einem medizinischen Notfall aus seinem Führerhaus zu retten. Dies ist im Vergleich mit der Rettung einer Person aus einem normalen Pkw ein schwierigeres Unterfangen, weil der Lenker eines Lkw eben erhöht sitzt und entsprechend auch für Rettungskräfte schwerer erreichbar ist. Um die Aufgabe zu erfüllen, errichteten die Übungsteilnehmer zunächst schnellstmöglich eine Rettungsplattform, die in unserem Rüstfahrzeug mitgeführt wird und mit einigen Handgriffen aufgebaut werden kann. So konnte ein stabiler Zugang in er erforderlichen Höhe geschaffen werden. Der Lenker wurde daraufhin auf ein sogenanntes „Spineboard“ gehievt und im Anschluss vorsichtig mithilfe der anwesenden Feuerwehrkräfte aus dem Führerhaus gehoben.

Ähnlich war die Herausforderung auch bei zwei Traktoren, wo eine ebenfalls bewusstlose Person so schnell als möglich aus dem Führerhaus zu retten war. Moderne Traktore haben sehr viel Technik an Bord, der Zugang über beide Seiten des Führerhauses ist nicht mehr automatisch gegeben. Dennoch stellte sich heraus, dass abermals die Rettung mittels Spineboard eine gute Taktik darstellte, und so konnte die FF Preding auch diese Aufgabe gut bewältigen. Die Übung eines solchen Szenarios kam bei den Übungsteilnehmern sehr gut an, da dies ein doch sehr realistisches Szenario in einer ländlichen Gegend wie Preding ist.

Außerdem wurde auch eine Sofortrettung von bewusstlosen Personen aus Pkws und Lieferwagen geübt, hier kam der bekannte Rautek-Griff zur Anwendung, der es einzelnen Rettungskräften erlaubt, auch schwere Personen aus einem Fahrersitz zu heben und zumindest für einige Meter aus einer unmittelbar lebensgefährdenden Lage zu retten – beispielsweise im Falle eines brennenden Autos.

Doch mit der Rettung aus den Fahrzeugen war es noch nicht getan! Unser Predinger First Responder des Roten Kreuzes, Andy Zmugg, übte gestern mit den Feuerwehr gemeinsam und simulierte mit seiner großen Berufserfahrung ein Reanimationsszenario mit den anwesenden Übungsteilnehmern. An einer modernen Übungspuppe kam dabei auch ein Übungs-Defibrillator zum Einsatz, der die Feuerwehrleute bei der Reanimation unterstützte. Andy Zmugg setzte während der Reanimation mit verschiedenen zusätzlichen Aufgaben – etwa einer stark blutenden Wunde, die während der Herzdruckmassage mittels Druckverband zu stillen war – die Feuerwehrkräfte unter Stress. Am Ende stellte er unseren Mitgliedern ein gutes Zeugnis aus und lobte uns für das Engagement. Alle anwesenden Feuerwehrleute übten dabei auch die Herzdruckmassage – denn im Ernstfall kann gerade dies jedem von uns passieren und über Leben und Tod der betroffenen Personen entscheiden.

Am Ende gab es eine Nachbesprechung und den kameradschaftlichen Ausklang einer tollen Übung – und auch hier gab es einen riesigen Grund zur Freude: Unser Kamerad Thomas BÖHM wurde in dieser Woche Vater eines Buben und ließ es sich nicht nehmen, mit seinen Feuerwehrkameradinnen und -kameraden auf dieses große Ereignis anzustoßen. Auch an dieser Stelle noch einmal alles Gute an die junge Familie und herzlichen Dank an die Übungsteilnehmer:innen, insbesondere unsere Feuerwehrjugend und den Predinger Mr.-Rot-Kreuz, Andy Zmugg!

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