Einsatzgrund
T10 - Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person
Alarmzeit
21.08.2026 - 06:12 Uhr
Alarmierung
Sirene, SMS
Fahrzeuge
TLFA-3000, RFA, MZF
Mannschaft
18 KameradInnen
Einsatzleiter
BM Christian WALTER, HBI Fritz SUNDL
weitere Einsatzkräfte
Polizei, Rotes Kreuz, FF Schönberg, FF Ettendorf, FF Wettmannstätten
Bericht
LM d.V. Klaus Krainer
Fotos
FF Preding
Auf der L601 ereignete sich am Freitagmorgen gegen 6.10 Uhr ein schwerer Verkehrsunfall: Zwei Fahrzeuge waren in der langgezogenen Kurve in Leitersdorf kollidiert, ein drittes fuhr auf eines der Unfallfahrzeuge auf. Der Zusammenstoß war so heftig, dass bei einem der beteiligten Fahrzeuge das linke Hinterrad samt Teilen der Achse aus dem Fahrzeug gerissen und in den Straßengraben geschleudert wurde. Bei den beiden kollidierenden Fahrzeugen wurden zum Glück alle Airbags ausgelöst, so kamen die Fahrzeuginsassen mit leichten Verletzungen davon: Zwei Frauen wurden vom Roten Kreuz erstversorgt und anschließend in umliegende Krankenhäuser gebracht. Der Lenker des dritten Fahrzeuges blieb unverletzt, an diesem Fahrzeug entstand zum Glück nur ein Blechschaden, der Lenker konnte seine Fahrt nach Einsatzende sogar fortsetzen. Die anderen beiden Fahrzeuge wurden von den Feuerwehren Preding und Schönberg gesichert am Straßenrand zum Abtransport für einen Abschleppdienst abgestellt.
Warum Schönberg UND Preding? Das Alarmstichwort „T10 – eingeklemmte Personen“ sieht vor, dass zwei benachbarte Feuerwehren, die beide über hydraulisches Rettungsgerät (Schere, Spreitzer) verfügen, alarmiert werden. So beugt man einem Fall vor, in dem an der Einsatzstelle möglicherweise ein technischer Defekt bei einem der Rettungsgeräte auftritt. Dies ist eine Vorsichtsmaßnahme, da eingeklemmte Personen häufig auch schwere Verletzungen aufweisen und möglichst rasch Hilfe durch Rettungssanitäter und Notärzte benötigen. Zum Glück stellte sich dieses Einsatzstichwort heute aber als falsch heraus, keine der am Unfall beteiligten Personen war eingeklemmt, alle konnten ihre Fahrzeuge selbständig verlassen.
So blieb den angerückten Feuerwehrleuten – 18 Kamerad:innen der Feuerwehr Preding und rund 10 Kamerad:innen der Feuerwehr Schönberg – die Aufgabe, den starken Frühverkehr zu regeln und an der Unfallstelle vorbeizulotsen, sowie in weiterer Folge die Fahrzeuge zu bergen, gesichert abzustellen und die Fahrbahn wieder zu säubern.
Die Unfallursache muss durch die Polizei ermittelt werden, könnte jedoch mit dem unmittelbar folgenden Einsatz zu tun haben: Denn nur rund 30 Minuten nach der Alarmierung nach Leitersdorf traf der nächste Einsatzbefehl bei der Feuerwehr Preding ein: T03 – Ölbindearbeiten auf einem Parkplatz eines großen Industriebetriebes in Preding! Denn auch die Feuerwehr Preding hat bei Anfahrt zum ersten Unfall schon bemerkt, dass die Fahrbahn ölig-rutschig war, und in weiterer Folge stellte sich heraus, dass ein Lkw offenbar über eine weite Strecke – mindestens von der Autobahnabfahrt Hengsberg bis zu besagtem Parkplatz in Preding – Diesel verloren hatte. Dies verwandelt eine Straße in eine Rutschbahn und zeigte schließlich auf dem Parkplatz sein ganzes Ausmaß. Nach Abschluss der Arbeiten nach dem Unfall begab sich die FF Preding also zum nächsten Einsatzort.
Aufgrund der großen Menge an ausgetretenem Diesel wurde das Ölschaden-Fahrzeug der FF Ettendorf nachalarmiert. Die FF Preding übernahm inzwischen die Reinigung der Zufahrtsstraße zum Industriebetrieb. Der Schwerverkehr musste deshalb zunächst auf eine Warteposition umgeleitet werden, die kurzerhand nahe des Kreisverkehrs eingerichtet wurde. Während die FF Ettendorf nach ihrem Eintreffen die ausgetretenen Betriebsmittel am Parkplatz mit Ölbindemittel auffing, wurde der Schwerverkehr blockweise abgefertigt und die Zufahrtsstraße mittels Hochdruckwaschanlage, die auf unserem Tanklöschfahrzeug montiert ist, gewaschen. Dummerweise trat bei diesen Arbeiten plötzlich ein technischer Defekt an unserem Fahrzeug auf, was die Nachalarmierung der FF Wettmannstätten erforderlich machte. So kamen auch noch unsere Kamerad:innen aus Wettmannstätten zum Einsatz, reinigten den Rest der Zufahrtsstraße mit ihrem Tanklöschfahrzeug, ehe alle Einsatzkräfte nach gut 3 Stunden Einsatz wieder in ihre Rüsthäuser einrücken konnten.
Ein herzlicher Dank an dieser Stelle an alle anderen Einsatzkräfte für die wie immer gute Zusammenarbeit: Das Zusammenspiel zwischen Polizei, den Rettungsdiensten sowie heute mit der FF Schönberg, der FF Ettendorf und der FF Wettmannstätten war bestens. Insgesamt standen rund 45 Kräfte im Einsatz.