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Von
Ansteckung bis Zoonose:
ABC zur Vogelgrippe |
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Die Vogelgrippe war lange nur als Tierkrankheit bekannt. Nun wird eine massenhafte Verbreitung beim Menschen befürchtet. Ein Überblick zu wichtigen Stichworten rund um die Krankheit. Ansteckung Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch wird in Einzelfällen bisher nur vermutet. Praktisch alle Infizierten steckten sich über Kontakt mit erkranktem Geflügel an. Die Viren gelangen dabei durch den Kot der Vögel in die Umwelt. Durch Einatmen von aufgewirbelten Staubpartikeln und mangelnde Händehygiene etwa in der Geflügelzucht kann das Vogelvirus in den menschlichen Körper gelangen. Dort muss er aber noch in die Zellen eindringen können.
Dazu braucht das Virus bestimmte Rezeptoren. Da diese sich bei Mensch und
Vögeln unterscheiden, ist eine Erkrankung relativ unwahrscheinlich. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben weltweit jedes Jahr 250.000 bis 500.000 Menschen an den Folgen der herkömmlichen Grippeformen. Gegen eine mögliche von Mensch zu Mensch übertragbare
Vogelgrippe gibt es bisher keinen Impfstoff, da noch gar nicht bekannt ist,
wie der Erreger aussehen wird. Zu den hoch ansteckenden Viren gehören die Stämme
H5, H7 und H9. Für den gefährlichen Vogelgrippe-Typ H5N1 wurden
beim Menschen seit Ende 2003 mehr als hundert bestätigte Krankheitsfälle
und etwa 60 Todesopfer gezählt, davon die meisten in Vietnam. Neben der Gruppe A gibt es noch die weniger gefährlichen
Influenza-B-Viren und die Influenza-C-Erreger, die nur selten zu Erkrankungen
beim Menschen führen. Experten schätzen, dass gegen das Vogelgrippe-Viurs wahrscheinlich
wirksame Neuraminidase-Hemmer die Sterblichkeit bei den Erkrankten um rund
30 Prozent verringern könnten. Bekannte Medikamente sind Tamiflu (Roche)
und Relenza (Glaxo). Die schwerste seit dem vergangenen Jahrhundert war 1918/1919
die Spanische Grippe, durch die laut Weltgesundheitsorganisation mindestens
40 Millionen Menschen starben. In etwa der Hälfte der Fälle haben die Patienten
demnach auch Durchfall, seltener sind Bauchschmerzen und Erbrechen. Im weiteren
Verlauf der Erkrankung entwickelt sich meist eine Lungenentzündung,
die dann häufig zu Lungenversagen und Tod führt. Etwa die Hälfte
Patienten stirbt. Quelle: orf.at |